moderne Maschinenparks bilden das Rückrat einer Zerspanung. Hinzu kommen ergänzende Technologien wie z.B. Honen, Flach- und Rundschleifen. Die Programmierung der einzelnen Maschinen erfolgt über ein zentrales Programmiersystem, um Ihre Wünsche schnell umsetzen zu können. Bearbeitete Werkstoffe:
Fräsbereich: Nahezu alle Fräszentren sind mit Palettenspeichern für eine flexible Fertigung ausgestattet. Der Arbeitsbereich reicht von 100 mm bis 2.600 mm länge.
Drehbereich: Moderne Drehzentren mit mit angetriebenen Werkzeugen und Fräsachsen zur Komplettbearbeitung! Die Spanndurchmesser reichen von 2 mm bis 800 mm mit einer Bearbeitungslänge bis zu 15000 mm.
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Innovatives Schneidöl für die Medizintechnik und andere anspruchsvolle Teilefertigungen
Die mechanische Teilefertigung wird aufgrund immer komplexerer Teile und hochwertigen Werkstoffen zu einem immer schwierigeren Tätigkeitsfeld. Edelstähle wie X50CrMoV15, X40Cr13 oder „Monel“ sowie Titan, Titanlegierungen, Kobalt- und Nickelbasislegierungen sind Werkstoffe die speziell in der Medizintechnik zur Anwendung kommen.
Diese Werkstoffe und Bearbeitungen verlangen auch dem Bearbeitungsöl vieles ab.
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Qualitätssteigerung bei Kostenreduzierung
Sinn einer Investition ist, eine höhere Produktivität zu erreichen, Minimierung der Kosten pro Werkstück bei gleichzeitiger Steigerung der Teilequalität.
Eine einzelne Person ist in der Lage mehrere Maschinen gleichzeitig zu steuern. Darüber hinaus sind „mannlose Schichten“ möglich. Die Maschinenlaufzeit steigt und der Return of Invest ist schneller erreicht.
Stückzahlen in der Medizintechnik sind hier sehr Variabel:
Mit integriert in diesem Prozess zu 100% das Bearbeitungsöl.
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Implantate für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hand- und Neurochirurgie in allen Größen. Im darauffolgenden Auftrag dann arbeiten mit Luftspannung, was auch das Drehen dünnwandigster Teile im Mikrobereich ermöglicht.
Für die Oberflächengüte und Toleranzen hat das Bearbeitungsöl wesentlichen mit Einfluss.
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In den unterschiedlichen Bearbeitungsarten sind der Vielfalt der Werkzeuge „fast“ keine Grenzen gesetzt.
Um Späne abzuspülen, Werkzeug und Werkstück zu kühlen, die Standzeit des Werkzeuges zu verlängern ist es unumgänglich das Bearbeitungsöl genau zu definieren.
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Unter alle diesen Betrachtungen wurde
in enger Zusammenarbeit mit der Bearbeitenden Industrie ein Pflichtenheft erstellt, welches dann Grundlage für die Entwicklung des Bearbeitungsöles Berucut 130 war.
Die Entwicklungsabteilung stand tagtäglich mit Anwendern europaweit in Kontakt. Aus dieser Kundennähe kristallisierten sich die Impulse zu neuen Entwicklungen heraus.
Die Entwickler im Versuchslabor definierten zuerst die Grundöltype um auch in der Basis des Bearbeitungsöles das Optimum zu finden.
Additive für EP und AW in geeigneter Weise zu integrieren gehörte ebenfalls zu den zu lösenden Aufgaben. Viskosität kombiniert mit Haftstoffen sollte das Bearbeitungsöl für unterschiedlichste Werkzeuge und Drehzahlen einsetzbar machen.
Im Pflichtenheft stand dabei immer ganz im Vordergrund Kosten – Nutzen.
Aus diesem Grund wurde jeder Entwicklungsschritt stets Kaufmännisch kalkuliert und die Einkaufsabteilung suchte für jeden einzelnen Inhaltsstoff den günstigsten Anbieter.
Aber nicht jeder Inhaltstoff der obige Kriterien erfüllte konnte eingesetzt werden, denn auch Umwelt, Anwender und Patient mussten berücksichtigt werden.
In Übereinstimmung mit ISO 10993-5 wurden Muster auf Zytotoxität geprüft. Das Bearbeitungsöl Berucut 130 resultiert in zellulären Reaktionen, welche als konform mit der USP<87> charakterisieren.
EP-Eigenschaften und AW-Verhalten wurden in unzähligen Versuchsreihen verfeinert. Wertvolle Messergebnisse lieferten dabei modernste Praxisnahe Messgeräte.
Reibwert nach Brugger
Der Schmierstoff wird in einem Reibungssystem geprüft, das aus einem Prüfzylinder und einem Prüfring besteht. Die Belastbarkeit nach Brugger, gemessen in N/mm2, ist der Quotient aus Anpresskraft des Prüfkörpers an die Reibrolle des Gerätes und der Größe der Reibmarke am Prüfkörper.
Microtap Gewindedrücken-Gewindeschneiden
Wie viel Kraft wird benötigt um einen Gewindedrück- Gewindeschneidwerkzeug in ein Werkstück zu drehen. Genau dies kann das Microtap Messgerät sehr präzise ermitteln und liefert somit aussagekräftige Werte.
Ein hochwertiges Produkt muss viel aushalten auch was Temperaturen und Alterung anbelangt. Um hier eine künstliche Alterung unter Temperatureinfluss in kurzer Zeit zu erreichen setzten die Entwickler auf die sogenannte Rancimat-Methode. Bei einer kontinuierlichen Aufzeichnung der Leitfähigkeit der Messlösung erhält man Oxidationskurven, deren Knickpunkt als Induktionszeit bezeichnet wird und eine gute Kenngröße für die Oxidationsstabilität darstellt.
Am Ende aller Laborarbeiten stand
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Und musste sich „nur“ noch im Praxistest beweisen. Nach nun einem Jahr Praxiserfahrung kann man als Resümee sagen, „ein vom Grundsatz bis ins kleinste Detail abgestimmtes Produkt für die Medizintechnik“
Deshalb unsere Vision...
...ein anspruchsvolles Produkt für führende Hersteller von Medizinprodukten. Wir wollen weiter unsere Fachkompetenz nutzen um weitere zukunftsorientierte Produkte herzustellen. Wir sind bereit den hohen Qualitätsanspruch sowie das Präzisionsbedürfnis unserer Kunden mit massgeschneiderten wirtschaftlichen Lösungen zu befriedigen.
Edelstahl ist eine Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt 0,035 % nicht übersteigt.
weitere Wärmebehandlungensind vorgesehen.
Edelstahl muß nicht zwangsläufig den Anforderungen eines nicht rostenden Stahls entsprechen. Trotzdem werden im Alltag häufig nur "Niro-Stähle" als Edelstähle bezeichnet. Ebenso muß ein rostfreier Stahl nicht auch ein Edelstahl sein.
Edelstählen zählen zu hochreine Stähle, bei denen durch eine besondere
Herstellungsmethode Bestandteile wie Aluminium und Silizium ausgeschieden werden, oder auch hochlegierte Werkzeugstähle, die für eine spätere Wärmebehandlung vorgesehen sind.
Das Erscheinungsbild muß gerade bei architektonisch schönen Gestaltungen mit der optimalen Eignung verbinden:
Gegen welche Einflüsse soll der Edelstahl beständig sein ?:
...Korrosion, Witterungsbeständigkeit
...Leitungswasser
...destilliertes Wasser für Labor, chemische Industrie
... Frostschutzmittel, frostschutzmittelhaltige Wässer
...organische Säuren
... flüssige Kohlenwasserstoffe
...chemische Substanzen; Säuren, Basen
...Gase, Dämpfe im Inneren oder von Außen
...Druckbeständigkeit
Welche Lebensdauer ist erwünscht ?
Die Stahlgruppennummern nach DIN EN 10027-2 kennen folgende Bezeichnungen:
10 bis 19 – unlegierte Edelstähle
20 bis 89 – legierte Edelstähle
Beispiel: X5 CrNi 18-10, Werkstoff-Nr. 1.4301
Hochlegiert ist ein Stahl dann, wenn die Summe aller Legierungselemente mehr als 5 % ragen.
Edelstähle nach Werkstoffnummern:
...WNr. 1.4003
...WNr. 1.4016
...WNr. 1.4021
...WNr. 1.4104 (X12CrMoS17)
...WNr. 1.4301 (X5CrNi1810)
...WNr. 1.4305 (X10CrNiS189)
...WNr. 1.4306 (X2CrNi1911)
...WNr. 1.4310 (X12CrNi177)
...WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2),
...WNr. 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2)
...WNr. 1.4541 (X6CrNiTi1810)
...WNr. 1.4841 (X15CrNiSi25-20)
...WNr. 1.4816
...Was ist Nirosta ?
...Was ist Stahl ?
Was ist Nirosta ?
Nirosta ist die Markennamenbezeichnung für hochlegierte, flachgewalzte rostfreie Stähle .Es steht für "Nichtrostenden Stahl". Der Begriff wird im täglichen Sprachgebrauch für alle Stähle verwendet, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung nicht oxidieren. Nirosta hat oft ein austenitisches Gefüge. Dieses lässt sich leicht umformen.
Die häufigste Legierung ist X5CrNi18-10 (Werkstoff-Nr. 1.4301).
Sie wird für Spülbecken, einfache Blechteile, Geschirr und
Besteck verwendet
Weitere Bezeichnungen:
Analog existieren noch Bezeichnungen wie V2A, A2, VA4, A4:
V2A
V4A
Das Stahlprodukt aus der „Versuchsschmelze 2 Austenit“ entstand 1912 für die Legierung vom Typ X5CrNi18-8, auch „Stainless Steel“ oder „Edelstahl Rostfrei“.
Fälschlicherweise wird für alle nichtrostenden Stähle auch der Begriff "Edelstahl" sehr häufig verwendet. Edelstahl ist jedoch die Bezeichnung für einen Stahl mit besonders hoher Reinheit. Er muß nicht zwangsläufig hochlegiert und rostfrei sein wie die oben genannte Werkstoffart. Umgangssprachlich wird NIROSTA oder aber auch Edelstahl oft fort NIRO oder NIRO-Stahl genannt, aber auch völlig falsche Schreibweisen wie „Nieroster“ oder „Niroster“ sind anzutreffen.
Weitere Informationen unter:
...WNr. 1.4301 (X5CrNi1810)
...Was ist Edelstahl ?
...WNr. 1.4003
...WNr. 1.4016
...WNr. 1.4021
...WNr. 1.4104 (X12CrMoS17)
...WNr. 1.4305 (X10CrNiS189)
...WNr. 1.4306 (X2CrNi1911)
...WNr. 1.4310 (X12CrNi177)
...WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2), WNr. 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2)
...WNr. 1.4541 (X6CrNiTi1810)
...WNr. 1.4841 (X15CrNiSi25-20)
...WNr. 1.4816
...Austenit, austenitische Stähle
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Edelstähle nach Werkstoffnummer und Verwendungszweck:
Edelstahl WNr. 1.4003
Ein ferritischer, korrosionsträger Stahl mit etwa 11 % Chrom und einem Nickel-Zusatz. Er ist weit beständiger als allgemeine Baustähle, aber kostengünstiger als die hochlegierten rost- und säurebeständigen Stähle. WNr. 1.4003 zeichnet sich durch eine Kombination guter Korrosionsbeständigkeit und Abriebfestigkeit mit hohen statischen und dynamischen Festigkeitswerten, guter Schweißbarkeit und problemloser Verformbarkeit aus. Schweißen nach allen bekannten Verfahren ist ohne Schwierigkeiten möglich. Die Eigenschaften des Stahls werden durch Gefügeänderungen in der Wärmeeinflusszone nur unwesentlich beeinträchtigt. Seine Anwendung findet WNr. 1.4003 am besten dort, wo bisher unlegierte oder niedrig legierte Stähle zur Erreichung besserer Korrosionseigenschaften durch Streichen oder Beschichten oberflächenbehandelt werden mußten, wo aber die Verwendung eines rostbeständigen Edelstahls aus Preisgründen ausschied.
Verwendung:von Edelstahl WNr. 1.4003:
Schienenfahrzeugbau- Personen- und Güterwaggons etc.; Nutzfahrzeugbau- LKW-Aufbauten, Fördertechnik -
Bandförderanlagen, Kippmulden etc.; Maschinen- und Apparatebau - Wassertechnik, Klimabereich, Zuckerindustrie, Agrartechnik - Silos, Stalleinrichtungen, Weinbaupfähle etc.; sonstiges - Profile, Konstruktionsbereich, Kabelschächte etc.
Edelstahl WNr. 1.4016
Ein ferritischer, 17 %iger Chromstahl mit guter Korrosionsbeständigkeit. Die Polierfähigkeit ist sehr gut, ebenso die Tiefziehfähigkeit und die Biegefähigkeit. Ein Streckziehen ist nur im begrenzten Umfang möglich. Beim Verformen ist zu beachten, dass der Stahl bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius zur Versprödung neigt. Die Kaltumformbarkeit wird verbessert, wenn man Werkstoff und Werkzeug auf 100-300 Grad Celsius erwärmt, was besonders bei Blechstärken über 3 mm zu empfehlen ist. Scharfe Abkantungen parallel zur Walzrichtung sind zu vermeiden. Ein Schweißen ist mit elektrischen Verfahren möglich, im Schweißbereich tritt jedoch eine Versprödung und eine Verminderung der Korrosionsbeständigkeit ein.
Die Zerspanbarkeit ist mit der legierter Einsatzstähle vergleichbar. Wie bei allen weichen Qualitäten muss mit der Bildung von Aufbauschneiden und einem behinderten Spanabfluss gerechnet werden.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4016
Der hohe Chromgehalt verleiht dem Stahl eine gute Beständigkeit gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit sowie schwache Säuren und Laugen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, z. B. für Haushalts- und Küchengeräte, im Gastgewerbe, bei der Nahrungsmittel- und Getränkeproduktion, in der Möbelindustrie, Innenarchitektur, Medizintechnik und in bestimmten Zweigen der chemischen Industrie, bei Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlagen und in vielen anderen Bereichen.
Edelstahl WNr. 1.4021
Ein chromlegierter, nichtrostender Vergütungsstahl mit einem mittleren Kohlenstoffgehalt. Er wird stets im vergüteten Zustand verwendet. Eine gute Korrosionsbeständigkeit ist nur dann gewährleistet, wenn die Oberfläche fein geschliffen ist.
Die Polierfähigkeit ist sehr gut. Ein Schweißen ist nur unter Anwendung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen möglich und ist im allgemeinen nicht zu empfehlen. Die Zerspanbarkeit ist mit der legierter Vergütungsstähle vergleichbar und bereitet keine sonderlichen Schwierigkeiten.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4021:
Der Stahl kann überall dort eingesetzt werden, wo Bauteile, Geräte und Instrumente, die eine mittlere Festigkeit aufweisen sollen, einer Einwirkung von Wasser, Wasserdampf oder Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. Er findet eine weite Verbreitung im Maschinenbau, Turbinenbau, Pumpenbau, für Armaturen, Haushaltsgeräte, Sportartikel, medizinische und chirurgische Instrumente etc.
Edelstahl WNr. 1.4104 (X12CrMoS17)
Ein vergütbarer, rostsicherer Automatenstahl mit 17 % Chrom und Molybdänzusatz, der zur Verbesserung der Zerspanbarkeit mit Schwefel legiert ist. Durch den höheren Schwefelgehalt wird die Korrosionsbeständigkeit und die Zähigkeit herabgesetzt.
Für Kaltumformung ist diese Qualität nicht geeignet, ebenfalls nicht für Verbindungsschweißungen.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4104 (X12CrMoS17):
Für Drehteile bei Automatenarbeiten, wenn keine großen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit gestellt werden.
Edelstahl WNr. 1.4301 (X5CrNi1810)
Ein austenitischer, säurebeständiger 18/10 Cr-Ni-Stahl, der wegen seines niedrigen Kohlenstoffgehaltes nach dem Schweißen bei Blechstärken bis 5 mm auch ohne nachträgliche Wärmebehandlung interkristallin beständig ist. Er ist für eine Temperaturbeanspruchung bis 300 Grad Celsius zugelassen. Bei höheren Arbeitstemperaturen sollte der titanstabilisierte Stahl nach WNr. 1.4541 verwandt werden. Die Schweißbarkeit ist nach allen elektrischen Verfahren gut, ein Gasschmelzschweißen sollte nicht angewendet werden. Der Stahl hat eine sehr gute Polierfähigkeit und eine besonders gute Verformbarkeit durch Tiefziehen, Abkanten, Rollformen etc. Bei der Zerspanung muss wegen der Neigung zur Kaltverfestigung mit Werkzeugen aus
hochlegiertem Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4301 (X5CrNi1810):
Der Stahl ist gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speisesäuren sowie schwache organische und anorganische Säuren beständig und hat sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten wie z. B. in der Nahrungsmittelindustrie, bei der Getränkeproduktion, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, im chemischen Apparatebau, in der Archiktektur, im Fahrzeugbau, für Haushaltsgegenstände und -geräte, für chirurgische Instrumente, im Schank- und Küchenbau, bei Sanitäranlagen, für Schmuckwaren und Kunstgegenstände. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch das Elektropolieren wesentlich erhöht. Dies wird insbesondere in der Pharma-, Lebensmittel- und Medizintechnik gefordert. Ungeeignet ist dieser Cr-Ni-Stahl für Anwendungen in Schwimmbädern.
Edelstahl WNr. 1.4305 (X10CrNiS189)
Ein austenitischer 18/10 Cr-Ni-Stahl, der zur Verbesserung der Zerspanbarkeit mit Schwefel legiert ist, so dass eine Bearbeitung auf Automaten möglich ist. Durch den höheren Schwefelgehalt wird die Korrosionsbeständigkeit herabgesetzt. Sie ist besser als beim Werkstoff 1.4104 und entspricht etwa der von Werkstoff 1.4016. Für Kaltumformung ist diese Qualität nicht geeignet, ebenfalls nicht für Verbindungsschweißungen. Durch den Schwefelanteil werden beim Elektropolieren abgedrehte Flächen aufgerauht.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4305 (X10CrNiS189):
Für Drehteile bei Automatenarbeiten, wenn eine bessere Korrosionsbeständigkeit als bei Werkstoff 1.4104 gwünscht wird.
Edelstahl WNr. 1.4306 (X2CrNi1911)
Ein austenitischer, säurebeständiger Cr-Ni-Stahl mit extrem niedrigem Kohlenstoffgehalt, was zu einer erhöhten Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion führt. Auch Bleche über 6 mm müssen nicht nachbehandelt werden, selbst wenn sie unter weniger günstigen Verhältnissen geschweißt wurden. Die Schweißbarkeit ist nach allen elektrischen Verfahren gut, ein Gasschmelzschweißen sollte jedoch nicht angewandt werden. Der Stahl ist sehr gut polierfähig. Als Anhaltswert für die höchste
Anwendungstemperatur werden 350 Grad Celsius angegeben. Wegen des extrem niedrigen Kohlenstoffgehaltes liegt die Härte, die Festigkeit und die Streckgrenze im abgeschreckten Zustand besonders niedrig, niedriger als bei allen anderen austenitischen Cr-Ni-Stählen. Dadurch ergibt sich eine besonders gute Kaltumformbarkeit. Wegen der Neigung zur Kaltverfestigung muss bei der Zerspanung stets mit scharf geschliffenen Werkzeugen aus hochlegierten Schnelldrehstahl oder Hartmetall gearbeitet werden.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4306 (X2CrNi1911):
Die chemische Beständigkeit ist vergleichbar mit der von 1.4301, so dass auch gleichartige Anwendungesmöglichkeiten bestehen. Die Kaltumformbarkeit ist jedoch noch besser.
Edelstahl WNr. 1.4310 (X12CrNi177)
Der chrom-nickel-legierte X 12 CrNi 17 7 nach DIN 17 224 wird häufig für korrosionsbeständige Teile eingesetzt. Die Festigkeit für Normteile wie Tellerfedern wird beim X 12 CrNi 17 7 durch Kaltwalzen erzielt. Die maximale Materialstärke für Tellerfedern ist daher auf 2,0 mm begrenzt. Die Kaltverfestigung führt zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Magnetisierbarkeit.
Verwendungsgebiete von WNr. 1.4310 (X12CrNi177):
Lebensmittelindustrie und chemische Industrie (E-Modul bei 20°C 190.000N/mm2, flexibel von -150°C bis 200°C).
Edelstahl WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2), WNr. 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2)
Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen ist im Allgemeinen nicht erforderlich. In Sonderfällen, wenn der Abbau von Schweißspannungen aus korrosionschemischen Gründen zweckmäßig erscheint, sollte eine Wärmebehandlung erfolgen (z. B. 1/2 Std. bei 900 ºC). Gute Duktilität. Wie bei 1.4541 sollte für spanabhebende Bearbeitung nur gut geschliffenes Werkzeug verwendet werden. Die Stähle sind polierfähig.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4401 (X5CrNiMo17-12-2), WNr. 1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2):
Die erhöhte Beständigkeit gegen Korrosion und Lochfraß prädestiniert diese Stähle für den Einsatz vor allem auf dem weiten Gebiet des chem. Apparatebaus. Weitere Anwendungsgebiete: Kernkraft, Instrumentierung im Reaktorbau, U-Boot Bau, Ofenbau, Sulfit-, Zellstoff-, Textil-, Farben-, Fettsäure-, fotochemische und pharmazeutische Industrie.
Edelstahl WNr. 1.4541 (X6CrNiTi1810)
Dieser Werkstoff besitzt eine hervorragende Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl von aggressiven Medien einschließlich heißer Erdölprodukte, Dampf und Verbrennungsgase. Im Dauerbetrieb an Luft gute Oxidationsbeständigkeit bis ca. 900 ºC, bei Temperaturwechsel bis ca. 800 ºC. Bei Betrieb in Kohlendioxid beständig bis 650 ºC.
Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Er ist mit Ti als Karbidbildner legiert und deshalb
kornzerfalIsbeständig gemäß DIN 50914, so dass unabhängig vom Querschnitt eine thermische Nachbehandlung nach dem Schweißen nicht erforderlich ist. Der Werkstoff zeichnet sich durch gute Duktilität aus. Für spanabhebende Bearbeitung sind nur gut geschliffene Werkzeuge zu verwenden, da andernfalls eine starke Oberflächenverfestigung stattfindet, die eine weitere Bearbeitung erschwert.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4541 (X6CrNiTi1810):
Kernkraft (auch in flüssigem Natrium), Instrumentierung im Reaktorbau, chem. Apparatebau (sehr gute
Korrosionsbeständigkeit), z. B. Herstellung von Acetyl- und Salpetersäure, Wärmetauscher, Glühöfen, Papier- und Textilindustrie, Erdölverarbeitung und Petrochemie, Fett- und Seifenindustrie, Nahrungsmittelgewerbe, Molkerei- und Gärungsbetriebe.
Edelstahl WNr. 1.4841 (X15CrNiSi25-20)
Hervorragende Korrosionsbeständigkeit. Bei Betrieb in Kohlendioxid-haltiger Atmosphäre bis 900 ºC einsetzbar. Widerstandsfähig gegenüber rauchender Salpetersäure bei 20 ºC und geschmolzenen Nitraten bis zu 420 ºC Im Dauerbetrieb an Luft bis ca. 1150 ºC bei Temperaturwechsel bis ca. 1000 ºC einsetzbar. Die Verwendung des Werkstoffes im Bereich von 550 ºC bis 850 ºC kann für den Dauerbetrieb nicht empfohlen werden, da er zur ?-Phasenausscheidung neigt und deshalb nach Abkühlung auf RT spröde wird.
Der Stahl ist geeignet für das Schmelzschweißen nach den verschiedenen Lichtbogenverfahren. Eine Vorwärmung sowie eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen sind nicht erforderlich. Einwandfrei warm und kalt verarbeitbar. Nach Warm- und Kaltverformung wird eine Wärmebehandlung empfohlen (1050 ºC–1100 ºC, Wasser- oder Luftabkühlung). Die spanabhebende Bearbeitung ist bei Verwendung hochwertiger Werkzeuge und richtiger Wahl der Schnittbedingungen ohne
weiteres durchführbar. Die Verwendung von Hartmetall-Werkzeugen ist zu empfehlen.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4841 (X15CrNiSi25-20):
Überall da, wo die hervorragende Zunderbeständigkeit bei gleichzeitig hoher Warmfestigkeit von Vorteil ist. Wegen des hohen Ni-Gehalts allerdings empfindlich gegen schwefelhaltige Ofengase, besonders in reduzierender Atmosphäre.Speziell: Kraftwerke, Erdöl- und Petrochemie, Ofenbau, Wärmetauscher, Luftvorwärmer, Zementöfen, Ziegeleiöfen, Glasherstellung.
Edelstahl WNr. 1.4816
Gute Widerstandsfähigkeit gegenüber allgemeiner Korrosion und Spannungsrißkorrosion. In Kohlendioxid liegt Einsatzgrenze bei 500 ºC, da ab 650 ºC die Korrosion stark wird. In fl. Natrium sollte Alloy 600 nicht oberhalb 750 ºC eingesetzt werden, da ab dieser Temperatur Materialabbau erfolgt. Hervorragende Oxidationsbeständigkeit bis ca. 1150 ºC. Nicht einsetzbar oberhalb 550 ºC in schwefelhaltiger Atmosphäre. In chlorfreiem Wasser bis 590 ºC verwendbar.
Nach allen bekannten Schweißverfahren gut schweißbar. Vor dem Schweißen sollte geglüht werden. Gut löt- und hartlötbar. Sehr gute Duktilität. Als hoch nickelhaltige Legierung besitzt Alloy 600 bei hoher Temperatur sehr gute mechanische Eigenschaften. Da es sich um einen weichen, zähen Werkstoff handelt, wird die spanabhebende Verarbeitung erleichtert, wenn das Material nicht im geglühten sondern im walzharten Zustand bearbeitet wird.
Verwendung von Edelstahl WNr. 1.4816 :
Standardwerkstoff für den Bau von Druckwasserreaktoren, Kernkraft, Ofenbau, Synthetikfaserherstellung,
Glaswannenabzüge, Kunststoffindustrie, Papierherstellung, Nahrungsmittelverarbeitung, Dampfkessel,
Destillationskolonnen, FIugmotoren.